Der Verpackungskünstler

Nur achtsame Hände können die bekannten Nürnberger Rostbratwürste in ihre Verpackung legen. Wegen ihrer aus zarten Naturdärmen bestehenden Hülle sind die Würste unregelmäßig geformt, da haben Abpackmaschinen und ihre Vorliebe für genormte Produkte keine Chance.

Einer, der weiß, wie es ist, Wurstwaren in einem einwandfreien hygienischen Umfeld qualitätssicher zu verpacken, ist Lars Stiefvater. Der Chef der gleichnamigen Unternehmensgruppe für Personaldienstleistungen ist kein Theoretiker, sondern ein erfahrener Praktiker. Das verschafft ihm Respekt bei seinen Mitarbeitern und liefert Erfahrungsmehrwert für seine Kunden.

Höchste Hygienenormen in der Produktion: 300 Mitarbeiter zählt die Lars Stiefvater Unternehmensgruppe
Höchste Hygienenormen in der Produktion: 300 Mitarbeiter zählt die Lars Stiefvater Unternehmensgruppe
Lars Stiefvater steigert durch Erfahrungsmehrwert und Fachwissen auf dem neuesten Stand die Produktivität und Flexibilität bei seinen Kunden
Lars Stiefvater steigert durch Erfahrungsmehrwert und Fachwissen auf dem neuesten Stand die Produktivität und Flexibilität bei seinen Kunden

Die ganze Bandbreite der Wurstsorten, die in einer durchschnittlich bestückten deutschen Fleischtheke ausliegen, selbst herzustellen, ist für die meisten Metzgereien fast unmöglich.

Selbst Familienbetriebe kommen ohne Zukauf von industriell gefertigten Wurstwaren nicht mehr aus. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, wenn Qualität und Geschmack und die Arbeitsbedingungen in den herstellenden Betrieben stimmen.

Seine Kunden, darunter namhafte deutsche Wurstwarenhersteller, produzieren bundesweit und beliefern die gesamte Republik – vom Großmarkt über Supermarktketten und Discounter auch den Metzger um die Ecke.

Eigentlich ist die Stiefvater-Gruppe ein klassisches Personalvermittlungsunternehmen, doch im Laufe der Zeit entwickelte sich das Unternehmen zum bundesweit agierenden Spezialisten mit einem festen Mitarbeiterstamm und im Bereich der Lebensmittelindustrie sogar mit eigenen Verpackungslinien an verschiedenen Produktionsstandorten. 

Stiefvater übernimmt den Betrieb der Maschinen und bedient sie mit der eigenen Mannschaft, die zu Spitzenzeiten zum Beispiel täglich mehrere Tonnen Nürnberger Bratwurst verpackt. Abgerechnet wird nach Stückzahl, Karton oder Gewicht. Die Vorteile für den Auftraggeber liegen auf der Hand: Er kann sowohl finanziell als auch terminlich exakt kalkulieren, weil weder kranke Mitarbeiter noch Betriebsstörungen bei ihm zu Buche schlagen. Außerdem muss er sich weder um den Arbeitsschutz noch um die Aufsichtspflicht oder die Unfallverhütungsvorschriften kümmern.

Stiefvater ist der Problemlöser nicht nur für seine Kunden.

Davon profitieren alle Beteiligten: „Wir bieten innerbetriebliches Outsourcing, das heißt, dass alle Abläufe im Haus des Kunden verbleiben. Und für unsere fest angestellten Mitarbeiter bedeutet das natürlich Arbeitsplatzsicherheit.“

Als Chef ist er Kümmerer für seine Angestellten. Seine Mitarbeiter nennen ihn auch schon mal Seelsorger, denn er unterstützt nicht nur bei Behördengängen und zu erledigendem Papierkram, sondern hilft seinen Mitarbeitern auch beim Ausbau der Karriere oder mit Darlehen für Familienangehörige.

Stiefvater: „Wir stellen auch Firmenwohnungen zur Verfügung, die selbstverständlich einem gewissen Standard entsprechen.“

Die bewusst flachen Hierarchien in seiner Unternehmensgruppe machen solche Dinge möglich.

Zehn Jahre und mehr sind seine Mitarbeiter bei ihm – absolut unüblich in der hektischen Welt der Zeitarbeitsfirmen. Aber das macht Stiefvater eben aus: Er leistet nicht nur gute Arbeit, sondern kennt auch die Bedürfnisse der Menschen und handelt danach.